The Outer Worlds Test

The Outer Worlds Test – Ein besseres Fallout

Den Test von The Outer Worlds habe ich sehr genossen, da ich mich sofort an Fallout erinnert gefühlt habe. Obsidian Entertainment hat auch Fallout New Vegas entwickelt, was für viele das beste Fallout ist und entsprechend waren die Hoffnungen hoch, dass es sogar Fallout New Vegas übertreffen wird.

Aber ob The Outer Worlds die Erwartungen erfüllen konnte und wie ich es empfunden habe, erfahrt ihr jetzt im Test von The Outer Worlds.

Grafik, Sound & Atmosphäre

Bei der Grafik setzt The Outer Worlds auf einen comicartigen Look und dieser erinnert sehr stark an Borderlands, was allerdings sehr gut zum Titel passt. Die Effekte sind ebenfalls sehr ordentlich und lassen sich sehen, auch wenn einige nicht sonderlich imposant sind, aber trotzdem ihren Zweck erfüllen. Man kann sich die Grafik, so wie die Effekte, in etwa wie bei Borderlands 2 vorstellen, auch wenn alles sehr viel hochwertiger wirkt. Was ich vor allem sehr gut fand, sind die Charaktermodelle und die Begleiter, welche wunderbar in Szene gesetzt worden sind.

Beim Sound kann ich The Outer Worlds ebenfalls nur loben, da die Atmosphäre durch die Hintergrundmusik immer gut untermalt wird und es gefühlt sehr viele Sprecher gibt. Und selbst wenn es nicht viele sind, so hat man nie das Gefühl die Stimme vor einigen Minuten schon gehört zu haben und es wirkt einfach stimmig. Auch die Soundeffekte sind hochwertig, aber nicht unbedingt das Highlight der Soundkulisse. Leider gibt es keine deutsche Vertonung, aber wahrscheinlich hat man hier das Budget einfach anders verteilt und mich hat es nicht gestört, da sich alle Sprecher sehr viel Mühe gegeben haben.

The Outer Worlds GameplayDie Atmosphäre von The Outer Worlds kann ich mit einem Wort beschreiben: stimmig. Die Welt wirkt einfach wie aus einem Guss, nichts wirkt deplatziert oder sinnlos. Auch die Verteilung der Quests sorgt dafür, dass man sich wie ein kleiner Entdecker vorkommt, welcher hinter jeder Ecke eine Quest finden könnte. Dieses Gefühl kenne ich noch gut aus den Fallout New Vegas Zeiten, als das Entdecken der Spielwelt belohnt und gefördert wurde. Und besonders wenn man sich Fallout 76, deren Qualität und die Entwicklung von Bethesda vor Augen führt, dann ist es doch ganz schön beachtlich, was Obsidian Entertainment hier abgeliefert hat.

Story & Gameplay

Bei der Story möchte ich nicht zu viel verraten, da diese wirklich sehr interessant gestaltet wurde, wenn sie auch oftmals eher im Hintergrund ist. Vor allem die Nebenaufgaben, von denen es mehr als reichlich gibt, lassen einen immer in Nebengeschichten versinken, welche qualitativ nicht von der Hauptgeschichte zu unterscheiden sind & das ist ein Kompliment.

Wir starten im Kälteschlaf und werden prompt von einem recht sonderbaren Wissenschaftler (Phineas Welles) befreit, welcher uns prompt auf einen nahegelegenen Planeten schickt, auf dem wir einen Kontaktmann treffen sollen.

Da ich, wie gesagt, nicht zu viel verraten möchte, habe ich mich hier sehr kurz gehalten und wenn ihr die Welt von The Outer Worlds entdeckt, werdet ihr mir dafür dankbar sein. Die Story, vor allem die der Nebencharaktere, ist sehr gut inszeniert und oftmals tiefer als man am Anfang vielleicht denkt. Aber auch der Humor ist sehr vielseitig und ich musste einige Male herzlich lachen.

Beim Gameplay werde ich ganz bestimmt was vergessen, aber ich versuche alles mit in den Test zu bekommen. Ganz am Anfang möchte ich den größten Pluspunkt des Spiels anführen & dies ist das Skillsystem, welches nicht nur sehr motivierend ist, sondern auch einzigartige Charaktere erlaubt. So erleben wir mit einem Charakter, welcher besonders gut lügen kann oder sehr viel Charisma besitzt, ein ganz anderes Spiel als jemand, welcher diese Ausprägungen nicht hat. So können wir mit Lügen oder Überzeugungen nicht nur mehr Geld aus den Missionen schlagen, sondern auch Dialoge erleben, welche uns sonst verborgen geblieben wären. Dies gilt natürlich auch für andere Skillmöglichkeiten, welche einzigartige Optionen freischalten.

Auch die Nebenaufgaben unterstützen den vielseitigen Ausbau unseres Charakters und belohnen starke Ausprägungen von Skills. So können wir mit einem hohen Technikverständnis Dinge reparieren, welche uns eine Nebenaufgabe erleichtern oder können mit einem hohen Wissenschaftsskill in Missionen punkten, in denen wir es mit komplexer Technologie zu tun haben. Die Möglichkeiten sind groß und das erneute Durchspielen des Spiels wird durch dieses System gefördert.

Wenn wir Aufleveln, egal ob durch das Töten von Monstern oder dem Abschließen von Quests, erhalten wir neben Attributspunkten auch Vorteilspunkte, welche wir für besondere Boni einsetzen können. Hier ist die Auswahl riesig und man muss sich gut überlegen, welche Skills man haben möchte. Auch bekommt man manchmal sogenannte “Spacers Choice”-Anzeigen eingeblendet, in denen man für bestimmte Nachteile, wie zum Beispiel mehr Schaden von Plasma, einen Vorteilspunkt erhält. Allerdings fand ich dieses System eher störend, da die meisten Angebote doch eher schlecht waren.

Die Gegner fand ich durchweg sehr angenehm und eigentlich nie zu schwer. Zwar gibt einen das Spiel mehr oder weniger den Weg vor, da manche Planeten einfach viel zu schwierig sind zu einem bestimmten Zeitpunkt, aber ein paar Fortschritte kann man trotzdem erzielen, wenn man sich Mühe gibt. Diese Freiheit empfand ich als sehr angenehm und hat mich auch motiviert, dass ich den ein oder anderen Planeten immer mal wieder probiert habe, wenn ich ein paar Fortschritte erzielt habe.

Bei der Weltgestaltung hat man sich für eher kleine Karten entschieden, welche aber bis oben hin mit Aufgaben und Sehenswürdigkeiten gefüllt sind. Die Gestaltung an sich fand ich auch sehr schön, da ich eigentlich nie das Gefühl hatte, dass man hier einfach ein wenig Copy & Paste betrieben hat. Man darf halt auch nicht vergessen, dass Obsidian Entertainment nicht das Budget von Bethesda hat und trotzdem eine Umgebung abgeliefert hat, welche Fallout 76 weit hinter sich zurücklässt. Von der Gestaltung und auch spielerisch.

Besonders hervorheben möchte ich die Begleiter, welche das Gameplay erst so richtig gut machen, da diese ständig einen Kommentar abzugeben haben oder sich sogar miteinander unterhalten, was sie sehr lebendig wirken lässt. Die Charaktere, je nachdem welche ihr mitnehmt, mischen sich auch in Konversationen ein oder loben euch, wenn ihr etwas getan habt, was diese besonders gut fanden. Jeder Begleiter wirkt in The Outer Worlds sehr lebendig und alle haben einen eigenen Charakter bekommen, welchen man mit der Zeit kennenlernt.

Die Handhabung der Waffen ist recht gut gelungen und auch wenn ich sie jetzt nicht als ein Highlight des Spiels beschreiben würde, so funktioniert das Gunplay doch weitaus besser als in Fallout und ist auf dem Niveau eines Borderlands, wo sich die Kämpfe ähnlich schnell und knackig spielen. Zwar gibt es auch den ein oder anderen harten Kampf, aber in der Regel sind die Kämpfe doch recht schnell vorbei.

Fazit

Im Test von The Outer Worlds wurde mir recht schnell klar, dass Obsidian Entertainment hier sehr viel Herzblut reingesteckt hat und den Spielern genau das geben wollte, was sie sich gewünscht haben: Ein richtiges Fallout-Erlebnis. Und nachdem Fallout 76 genau dieses Erlebnis nicht bieten konnte, bin ich sehr froh darüber, dass Obsidian Entertainment mit ihrer eigenen Marke um die Ecke kam und mit The Outer Worlds ein richtig gutes Open-World-RPG abgeliefert hat.

Ich kann The Outer Worlds allen Spielern empfehlen, welche Spaß an Fallout New Vegas hatten oder es für gute Rollenspiele übrig haben.

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