Serial Cleaner Test

Serial Cleaner Test – Kurzweilige Unterhaltung mit Tatortreinigungen

Wer schon immer ein Spiel haben wollte, in dem man hinter der Mafia aufräumt, wenn mal wieder ein paar Leichen entstanden sind, kann das jetzt in Serial Cleaner tun. Im Test von Serial Cleaner wurde ich gut unterhalten, aber leider glänzt nicht das ganze Spiel.

Aber kommen wir zum eigentlichen Test von Serial Cleaner.

Grafik, Sound & Atmosphäre

Für Serial Cleaner hat man einen Cartoon Look gewählt, welcher meiner Meinung nach auch sehr gut zur Thematik passt und sehr kantig ist. Die Texturen und Animationen sind auch alle sehr stimmig umgesetzt und der Look wurde selbst bei der Schrift sehr gut umgesetzt. Leider setzt gefühlt jedes zweite Spiel, welches von einem kleineren Entwickler kommt, auf einen Comiclook und auch wenn er sich etwas unterscheidet, habe ich mich langsam daran ein wenig sattgesehen.

Beim Sound ist Serial Cleaner recht solide und die Stücke, welche im Hintergrund laufen, erinnern immer etwas an Polizei oder Gangsterfilme, was ich als recht stimmig empfunden habe. Auch die Soundeffekte fügen sich sehr gut ein und mir sind keine negativ aufgefallen. Es entstand bei mir zwar nie eine Art von Ohrwurm, aber genervt hat mich die Soundkulisse auch nicht.

Bei der Atmosphäre muss ich bei Serial Cleaner leider ein paar Abzüge machen, da ich mich nicht wirklich in der Atmosphäre des Spiels verloren habe, was wohl auch Serial Cleaner Gameplayan der Inszenierung liegt, welcher man das geringere Budget durchaus anmerkt. Die Gespräche sind nur in Schriftform vorhanden und auch die Polizisten machen gefühlt nur zwei verschiedene Geräusche. Die Atmosphäre wäre wohl auch der größte Kritikpunkt für mich, da ich mich wirklich nicht im Spiel “verlieren” konnte.

Story & Gameplay

Die Story ist eigentlich genau das, was man vom Namen “Serial Cleaner” erwartet: Man spielt einen Mann, welcher Tatorte reinigt. Der Protagonist wird hierbei nur der “Cleaner” genannt, wohnt bei seiner Mutter und reinigt fleißig Tatorte. Eine tiefere Story hat das Spiel nicht und diese wird auch nur in Textfenstern erzählt. Viel Spannung kam bei der Story leider nicht auf.

Beim Gameplay ist Serial Cleaner allerdings schon etwas spannender, da vor allem das Setting mal etwas frischer und nicht so verbraucht ist. Wir retten also keine Prinzessin oder befreien die Welt vom Bösen, sondern reinigen Tatorte, welche von unseren Kunden ordentlich mit Leichen und Blut gepflastert wurden.

Für die Reinigung der Tatorte steht uns einmal unser Körper zur Verfügung, so wie eine Art von Staubsauger, mit der wir Blut vom Boden wegsaugen können. Dabei wollen uns natürlich die Polizisten, welche den Tatort untersuchen, hindern. Die Polizisten haben hierbei eine kegelartige Sicht, wie man sie vielleicht aus anderen Schleichspielen kennt. Sehen uns die Wachen aber doch, werden sie uns verfolgen und mit der Zeit langsamer, was eine Flucht etwas erleichtert. Sollten sie uns allerdings mit einer Leiche erwischen, welche uns verlangsamt, holen sie schnell zu uns auf und ziehen uns ein über die Rübe.

Sollten wir den Polizisten zum Opfer fallen, dann starten wir das komplette Level neu und auch die Ziele werden neu auf der Karte verteilt. Das System sorgt zwar dafür, dass sich die Level recht dynamisch anfühlen, kann aber auch für Frust sorgen, wenn die letzte Leiche an einer besonders doofen Stelle ist und wir diese ganz zurück zu unserem Auto schleppen müssen. Allgemein kommt es nicht selten vor, dass wir den Polizisten in die Arme laufen und eins auf den Deckel kriegen, was teilweise schon ein wenig für Frust sorgen kann.

In den verschiedenen Leveln, deren Gestaltung ich an dieser Stelle loben möchte, gibt es immer abwechslungsreiche Möglichkeiten den Gesetzeshütern aus dem Weg zu gehen. Serial Cleaner gibt sich hierbei sehr viel Mühe die Level sehr einzigartig zu gestalten und keine Langeweile aufkommen zu lassen, was leider zwischendurch schon passieren kann, da man im Grunde immer die gleichen Ziele abarbeitet.

Fazit

Mir hat Serial Cleaner im Test zwar Spaß gemacht, aber wirklich stark motivieren konnte mich der Titel leider nicht und entsprechend kurz fielen die Spielsitzungen aus. Die Grafik ist ansehnlich, der Sound ist schön funky und das Gameplay spielt sich auch sehr flüssig, trotzdem möchte ich dem Spiel eher eine durchschnittliche Bewertung geben, da es mich nicht aus den Socken gehauen hat.

Wer eine schöne Beschäftigung für langeweilige Stunden sucht, der macht mit Serial Cleaner auf jeden Fall nichts falsch und wird sicher einiges an Freude mit dem Titel haben. Längere Spielsitzungen könnten aber dazu führen, dass sich der Gameplayloop sehr repetitiv anfühlt, weswegen ich das Spiel eher für zwischendurch empfehle.

Serial Cleaner kaufen:

Pc/Steam: Instant-Gaming

Jetzt teilen:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on pinterest
Share on email