PUSS! Test

PUSS! Test – Gnadenloser LSD-Trip mit Katzen

Dieses Spiel zu beschreiben ist wirklich schwer und trotzdem möchte ich euch das Spiel vorstellen. Es gibt nicht viele Spiele, welche mich an den Rand der Verzweiflung bringen, aber der Test von PUSS! hat mich einiges an Kraft gekostet und ich konnte das Spiel auch nicht bezwingen.

Zwar bewegen wir in PUSS! nur einen kleinen Katzenkopf durch Labyrinthe, aber dies wird sehr schnell so dermaßen schwer, dass man mit voller Konzentration bei der Sache sein muss, damit man es überhaupt durch die erste Welt schafft.

Warum ich euch das Spiel, obwohl es so verdammt schwer und eigen ist, vorstellen wollte, das erfahrt ihr jetzt im Test von PUSS!.

Grafik, Sound & Atmosphäre

Bei der Grafik erinnert PUSS! ziemlich an das, was man bekommt, wenn man “LSD TRIP” bei Google eingibt. Die Farben sind mehr als knallig, es gibt ziemlich viele Effekte und besonders die Bosskämpfe sind wahre Effektgewitter. Wer Probleme mit vielen Effekten hat oder unter epileptischen Anfällen leidet, sollte dieses Spiel definitiv meiden. Was man PUSS! allerdings anrechnen muss ist, dass das Spiel sich etwas traut und nicht den klassischen Mustern folgt, welche man z. B. in Form von Comicgrafik bei Indie-Titeln normalerweise serviert bekommt. Ein ganz großes Lob bekommt der Entwickler auch für die Levelgestaltung, denn diese ist nicht nur spielerisch, sondern auch vom Design sehr abwechslungsreich.

Auch beim Sound ist PUSS! sehr einzigartig und alles wirkt so zufällig ausgewählt, dass es dann doch irgendwie wieder stimmig ist. PUSS! ist sehr stark von psychedelischen Einflüssen geprägt und dies merkt man auch der Hintergrundmusik, den Soundeffekten und Bosskämpfen an. Bei den Bosskämpfen kommen auch teilweise etwas verstörende Effekte zum Einsatz, welche ich so nicht erwartet hätte. Die Soundqualität ist aber, besonders bei der Sprachausgabe, nicht sonderlich gut und trotzdem trägt sie, vielleicht gerade, weil sie eher dürftig ist, zur Atmosphäre bei.

PUSS! GameplayDie Atmosphäre in PUSS! ist sehr schwer zu beschreiben, denn das Spiel ist einfach einzigartig. Da der Schwierigkeitsgrad sehr gnadenlos ist und schnell sehr stark anzieht, muss man von Anfang an voll konzentriert bei der Sache sein und ist man dies nicht, wird man schnell von Effektgewittern beim Boss oder den cleveren Leveln auf die Bretter geschickt. Das Spielgefühl ist sehr angenehm und verdammt fordernd, was PUSS! genau für die Spieler attraktiv macht, welche sich bei herausfordernden Spielen gut unterhalten fühlen und entspannen können. Aber auch der Sound und die psychedelische Levelgestaltung tragen zur Atmosphäre bei und es entfaltet sich ein ganz eigenes Spielgefühl, welches ich sehr gut fand.

Story & Gameplay

Einen klaren Soryfaden gibt es in PUSS! nicht, wir sind eine Katze, welche in einen Fernseher gesaugt wurde. In dieser psychedelischen Welt, die sich anscheinend im Fernseher befindet, werden wir nicht nur mit den abstrusesten Leveln konfrontiert, sondern auch mit dämonischen Beschwörungen, welche von einer Art Katzensekte durchgeführt werden. Verstehen müsst ihr das nicht, hab ich auch nicht. Trotzdem glaube ich, dass sich später noch eine Art von Story entwickelt, sollte man jemals so weit im Spiel kommen.

In PUSS! steuern wir einen Katzenkopf durch Labyrinthe, welche am Anfang noch relativ leicht sind und sich schnell in wahre Albträume verwandeln, durch die man nur mit perfekten Timing kommt. Die Gestaltung der Level ist hierbei sehr kreativ und mindestens genau so gnadenlos. So befindet sich zum Beispiel ein Auge am Rand des Labyrinths, welches durchgehend Kugeln durch das gesamte Level schießt, welche einen bei Berührung sofort töten. Die Levelbestandteile verändern sich oftmals im Sekundentakt und man muss die Abläufe perfekt verinnerlichen, damit die virtuelle Katze nicht zermatscht wird.

Es gibt auch Bosskämpfe im Spiel, welche mit einer Bullethell zu vergleichen sind und nicht nur verdammt schwer sind, sondern auch sehr verstörend sein können. Ich möchte hier nicht zu viel spoilern, aber manche Einblendungen hätte ich nicht erwartet und haben mich auch für einen Moment etwas geschockt. Die Bullethell wird hierbei durch die Fähigkeiten des Bosses noch weiter erschwert und der Spieler muss sich auf so viele Dinge gleichzeitig konzentrieren. Bei den Bossen bestehen nur besonders geübte oder gute Spieler.

Die Leben, von denen man bei jedem Tod eines verliert, werden mit dem Abschließen von Leveln stückweise aufgefüllt und das auch nur, wenn man das Level halbwegs ordentlich abgeschlossen hat und genug Punkte gesammelt hat, damit eine Leiste gefüllt wird. Wer also in den ersten Leveln zu oft stirbt, wird bei den knallharten Bossen kaum eine Chance haben, denn die Effektgewitter kosten einige Leben und sind sehr schwer zu lernen.

Fazit

Im Test von PUSS! hatte ich viele Frustrationsmomente und genau so viel Freude, denn das Spiel traut sich was und ist einfach einzigartig. Leider ist der Titel nur was für Spieler, welche eine gesunde Frustrationstoleranz haben und mit dem hohen Schwierigkeitsgrad klarkommen, welcher bereits in den frühen Phasen des Spiels sehr stark ansteigt. Trotzdem empfehle ich das Spiel, denn PUSS! ist ein Spiel, welches ich, alleine weil es so einzigartig und verrückt ist, gerne unterstützen würde.

Seid ihr frustrationstolerant und habt Spaß an schweren Spielen, dann ist PUSS! auf jeden Fall einen Blick wert!

PUSS! kaufen:

Steam/PC: https://store.steampowered.com/app/719750/PUSS/

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