Mothergunship Test

Mothergunship Test – Lustiger Egoshooter mit Potenzial

Ich habe so durch meine Steam-Bibliothek geblättert und Mothergunship entdeckt, welches ich bestimmt in irgendeinem Humble Bundle abgegriffen habe. Da das Spiel mir ganz gut gefallen hat und ich diese Erfahrung natürlich mit euch teilen möchte, kommt jetzt der Test zu Mothergunship.

In Mothergunship bauen wir vor allem ziemlich verrückte Waffen und ballern uns durch Horden von Gegnern, welche teilweise auch ziemlich schwer werden können. Ziemlich coole Bosse stellen sich uns außerdem auch in den Weg.

Ob der Waffenbau und das Spielprinzip allerdings überzeugen können, erfahrt ihr jetzt im Test von Mothergunship.

Grafik, Sound & Atmosphäre

Ich finde Mothergunship grafisch sehr erfrischend und der Comicstil, welcher gefühlt in fast jedem Indie-Titel vertreten ist, ist hier nur den Avataren zu finden. Grafisch haben wir es hier mit einem recht hübschen 3D-Grafikstil zu tun, welcher bei den Effekten zwar jetzt nicht wirklich vom Hocker haut, aber bei der Darstellung von Gegnern & Co überzeugen kann. Ich fand die Texturen sehr gut und habe mich an nichts wirklich gestört.

Beim Sound ist Mothergunship leider nicht so der Brüller. Ein paar Hintergrundstücke sind zwar ganz ordentlich, aber wirklich auffallen tut der Sound halt nicht und bei den Waffeneffekten besteht Verbesserungsbedarf, was ich schade fand. Die Waffen hätten durchaus etwas mehr “Bumms” vertragen können.

Mothergunship GameplayAuch bei der Atmosphäre fällt Mothergunship teilweise eher flach, kann aber bei den actionlastigen Sequenzen, wie zum Beispiel bei stark gefüllten Räumen, überzeugen. Man ist schnell in einem “Kampfrausch”, in dem man Doom-mässig durch das Level schnellt und versucht so wenig Schaden zu bekommen wie möglich, dabei aber die Schüsse richtig zu setzen und Gegner auszuschalten. Das schnelle Gameplay sorgt hier durchaus für Adrenalin und Anspannung, was ich als sehr angenehm empfunden habe.

Story & Gameplay

Die Story ist bei Mothergunship eher eine lustige Rahmenhandlung, welche uns dazu bringt die verschiedenen Schiffe von Aliens zu reinigen. Das Hauptziel ist es, das sogenannte “Mothergunship” zu zerstören und die Welt zu retten. Sonderlich innovativ klingt das zwar nicht, aber die Story wird mit viel Humor erzählt und nimmt sich nicht zu ernst, was das ganze Spiel zu einer sehr entspannten Erfahrung macht, selbst wenn das Gameplay weniger entspannend ist.

Beim Gameplay ist Mothergunship vor allem eins: sehr schnell. Wer bereits Doom gespielt hat, der wird sich in Mothergunship sehr schnell zurechtfinden. Von der Geschwindigkeit her hat mich das Spiel sehr an Doom erinnert. Die hohe Geschwindigkeit des Spiels ist meistens sehr angenehm, aber in manchen Arealen kann es auch ein wenig frustrierend werden, wenn man nicht schnell genug das Areal “scannt” und somit vielleicht mal in eine unangenehme Gegnergruppe springt, was dann einige Lebenspunkte kostet.

Im Grunde ist das Prinzip des Spiels immer das Gleiche: Räume jeden Raum des Schiffs leer, klaue etwas oder spring auf einen roten Knopf und wiederhole das Ganze. Manchmal gibt es dann am Ende auch einen Boss, welche sogar ziemlich gut gemacht sind und ein klarer Pluspunkt des Spiels sind. Das Prinzip klingt zwar relativ langweilig, wird aber durch das tolle Waffensystem frisch gehalten.

Beim Waffensystem haben sich die Entwickler etwas sehr Besonderes einfallen lassen und wir haben die Möglichkeit, unsere eigenen Waffen aus verschiedenen Waffenteilen zu erstellen. Umso mehr Teile wir anbringen, desto mehr Energie verbrauchen wir und die Waffe wird schneller leer sein, was uns zwingt eine Schießpause einzulegen. Die verschiedenen Setups, welche aus Läufen, Verbindungen und Mods bestehen, sind sehr abwechslungsreich und oftmals spielt man immer mit anderen Konstruktionen, da man sich nicht sonderlich viele Teile mit auf die Mission nehmen kann, sondern sie dort kauft.

Während wir Aliens töten kriegen wir immer wieder Erfahrungspunkte, welche wir für Verbesserungen ausgeben können und andere Punkte, welche wir im Shop für neue Waffen verwenden können. Wenn wir also in den Missionen viel Glück haben mit der zufälligen Auswahl in den Shops, welche man ebenfalls in den Leveln findet, können wir richtig geniale Waffensysteme bauen, welche wir sehr stark anpassen können. Leider heißt das natürlich, dass wir auch Pech haben können und nur Schrott in den Läden vorfinden, was zu Frustmomenten führen kann.

Das Gameplay macht an sich wirklich viel Spaß und trotzdem ist es auf Dauer etwas dünn, was mich dazu zwang immer mal wieder Pausen einzulegen. Schlimm ist das aber nicht wirklich, da ich wirklich Spaß daran habe, das Spiel immer mal wieder anzuwerfen und den Aliens mit irren Waffen so richtig in den Hintern zu treten.

Fazit

Im Test von Mothergunship wurde mir schnell klar, dass das Spiel nicht perfekt ist und trotzdem möchte ich es Shooterfans ans Herz legen, denn es ist sehr einzigartig gemacht und bietet, für ein paar Runden, immer wieder gute Unterhaltung. Wer ein Spiel sucht, welches er zwischendurch immer mal wieder anwerfen kann, zum Beispiel um ein wenig abzuschalten, der macht mit Mothergunship auf jeden Fall nichts falsch.

Mothergunship kaufen:

PC/Steam: Humble-Bundle-Store (Käufe im Humble Bundle Store unterstützen wohltätige Organisationen)

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